Reise abgeschlossen 26. Juli 2026
USA 2026
Reisetagebuch von Barbara Oellingrath
46
Reisetage
2.405 km
Gesamtstrecke
347
Erinnerungen
0
besuchte Orte
Unsere Route
Unterwegs
Gefahren 2.276 km
Gelaufen 86 km
Nicht eindeutig 43 km automatisch aus Bewegung und GPS erkannt
Reisetagebuch
Geschichten von unterwegs
Tag 2
Der erste Tag
Tag 1 – Ankommen in Texas
Der erste Reisetag hätte kaum besser laufen können. Schon die Anreise zum Flughafen in Frankfurt verlief völlig entspannt und wir kamen super pünktlich an. Auch der Check-in und die Sicherheitskontrollen waren schnell erledigt – alles lief reibungslos und ohne Stress.
Der Flug nach Dallas war zwar lang, verlief aber ebenfalls völlig problemlos. Nach der Landung ging es genauso entspannt weiter: Die Einreise klappte ohne Schwierigkeiten und wir konnten den Flughafen zügig verlassen.
Dort wurden wir bereits von Gert herzlich empfangen. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Zephyr, unserem Ziel für die nächsten Tage. Die Fahrt dauerte etwas mehr als zwei Stunden und führte uns durch typisch texanische Landschaften.
Unterwegs legten wir einen Stopp im Natty Flat Smokehouse ein. Dort stärkten wir uns mit leckerem Barbecue – der perfekte Start in unseren Aufenthalt in Texas. Anschließend ging es weiter über Stephenville und Dublin bis nach Zephyr.
Dort angekommen wurden wir von einem sehr netten Ehepaar begrüßt, das uns für die Zeit ein kleines Haus zur Verfügung stellt. Sie kamen extra vorbei, um uns willkommen zu heißen, und überraschten jeden von uns mit einer kuscheligen Wolldecke als Geschenk – eine unglaublich herzliche Geste, über die wir uns sehr gefreut haben.
Nach diesem langen, aber rundum gelungenen ersten Reisetag fielen wir schließlich müde, aber glücklich ins Bett und freuten uns schon auf alles, was die nächsten Tage in Texas für uns bereithalten würden.
16 Fotos
24°–37° 225 km gefahren
Tag 3
Boots und Burger
Tag 2 – Texas, Cowboy-Stiefel und jede Menge Sonne
Unser zweiter Tag begann ungewöhnlich früh. Der Jetlag machte sich noch bemerkbar, sodass wir alle schon zeitig wach waren. Nachdem wir uns in Ruhe fertig gemacht hatten, gingen wir gegen 8 Uhr zu Gert an seine Hütte.
Von dort ging es gemeinsam in ein kleines Diner „Diamont R Store and Cafe“ zum Frühstück. Ein typisch amerikanischer Start in den Tag, der uns gut für das bevorstehende Programm stärkte. Anschließend gingen wir zurück zu Gert, um ihm beim Montieren einer Toolbox auf seinem Pickup zu helfen. Die Arbeit zog sich länger hin als gedacht – und bei den texanischen Temperaturen war das eine ganz schön schweißtreibende Angelegenheit.
Gegen Mittag machten wir uns schließlich auf den Weg nach San Saba zu Harry’s Boots. Dort stöberten wir ausgiebig nach Cowboyhüten, Boots, Jeans und allem, was zu einem echten Texas-Aufenthalt dazugehört. Paula und Babsi wurden auch schnell fündig: Babsi kaufte einen schönen Rock und Paula ein tolles Oberteil.
Damit war der Shopping-Tag aber noch lange nicht vorbei. Anschließend fuhren wir weiter nach Stephenville, wo wir noch ein weiteres Western-Geschäft „Chick Elms Grand Entry“ besuchten. Auch dort wurden Paula und Babsi fündig und gönnten sich jeweils eine neue Jeans. Babsi entdeckte außerdem noch ein Paar Cowboy-Boots, die natürlich mit nach Hause mussten.
Nach so viel Stöbern und Anprobieren hatten wir uns das Abendessen mehr als verdient. In einem Burgerladen namens „Grumps“ ließen wir den Tag bei leckerem Essen gemütlich ausklingen.
Am Abend ging es zurück nach Zephyr. Den restlichen Abend verbrachten wir ganz entspannt zu dritt in unserem kleinen Steinhaus und ließen die vielen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Langsam fühlten wir uns in Texas angekommen.
35 Fotos
26°–36° 395 km gefahren
Tag 4
Zephyr nach St. Antonio
Tag 3 – Von Ameisen, Fachwerk und dem River Walk
Unser dritter Tag in Texas begann etwas turbulenter als geplant. Noch bevor der Wecker richtig eine Rolle spielen konnte, sorgten ungebetene Gäste für Aufregung: Ameisen hatten sich den Weg bis ins Bett gesucht. Vor allem Paula erschrak dabei ganz gewaltig – ein Weckruf der etwas anderen Art.
Nachdem wir uns von dem kleinen Schreck erholt und fertig gemacht hatten, wollten wir eigentlich wie geplant im Diner frühstücken. Doch Gerd hatte noch so viele Eier und andere Lebensmittel zu Hause, dass er uns kurzerhand zu sich einlud. Also holten wir im Diner nur ein paar frische Pancakes und gingen anschließend zu seiner Hütte. Dort frühstückten wir gemütlich im Garten mit Rührei, Müsli und den leckeren Pancakes. Im Nachhinein war das eine richtig schöne und entspannte Alternative.
Der Vormittag zog sich dann allerdings etwas länger hin als gedacht. Gerd wollte noch ein Brett schleifen und irgendwie kamen wir alle nicht so richtig los. So wurde aus dem geplanten frühen Aufbruch schließlich Mittag, und erst gegen 12 Uhr machten wir uns endlich auf den Weg.
Unser erstes Ziel war Fredericksburg. Die kleine Stadt hat uns sofort begeistert. Liebevoll erhaltene Häuser, eine charmante Hauptstraße mit vielen kleinen Geschäften und eine entspannte Atmosphäre machten den Aufenthalt zu einem echten Highlight. Hier konnte man wunderbar bummeln, stöbern und einfach das texanische Kleinstadtflair genießen.
Anschließend ging die Reise weiter nach San Antonio. Gegen halb sechs erreichten wir unser Ziel und freuten uns schon auf den Abend. Jetzt machen wir uns auf den Weg zum berühmten River Walk – wir sind gespannt, was uns dort erwartet und freuen uns darauf, diese besondere Seite von San Antonio zu entdecken.
Am Abend machten wir uns schließlich auf den Weg zum berühmten River Walk – und wir wurden nicht enttäuscht. Die beleuchtete Uferpromenade mit ihren vielen Restaurants, Bars und kleinen Geschäften versprühte eine ganz besondere Atmosphäre. Bevor wir losliefen, kehrten wir noch in ein mexikanisches Restaurant ein. Dort gab es nicht nur leckeres Essen, sondern auch ein kleines Highlight: Die Guacamole wurde direkt an unserem Tisch frisch zubereitet – ein Erlebnis, das perfekt zu unserem ersten Abend in San Antonio passte.
Gut gestärkt schlenderten wir anschließend gemütlich am River Walk entlang bis zum Hard Rock Café. Von dort ging es weiter zum Alamo, einem der bekanntesten historischen Orte in Texas. Es war schon etwas später am Abend, was dem Ort eine ganz besondere Stimmung verlieh.
Nach den vielen Eindrücken des Tages und den zahlreichen Kilometern, die wir unterwegs gewesen waren, merkten wir langsam, wie müde wir wurden. Deshalb machten wir uns schließlich auf den Weg ins Hotel, wo wir den Tag entspannt ausklingen ließen. Wieder einmal war es ein Tag voller neuer Eindrücke, schöner Erlebnisse und typisch texanischer Momente.
34 Fotos
26°–37° 179 km gefahren
Tag 5
St. Antonio bis Austin
Tag 4 – Zwischen Geschichte, Cowboy-Style und Austin bei Nacht
Unser vierter Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück im Hotel in San Antonio. Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zum Alamo, das wir am Vorabend nur von außen gesehen hatten. Diesmal nahmen wir uns die Zeit, die historische Anlage in Ruhe zu besichtigen und mehr über ihre bewegte Geschichte zu erfahren. Es war beeindruckend, einen Ort zu sehen, der für Texas eine so große Bedeutung hat.
Das Alamo ist einer der bekanntesten historischen Orte in Texas. Hier kam es 1836 während des texanischen Unabhängigkeitskrieges zu einer berühmten Schlacht, bei der eine kleine Gruppe von Verteidigern fast zwei Wochen lang gegen die deutlich überlegene mexikanische Armee kämpfte. Obwohl das Alamo schließlich fiel und alle Verteidiger ums Leben kamen, wurde ihr Widerstand zum Symbol für Mut und Freiheit. Der Schlachtruf „Remember the Alamo!“ motivierte später die texanischen Truppen und trug zum Sieg über Mexiko und zur Unabhängigkeit von Texas bei.
Danach ging es weiter nach San Marcos, genauer gesagt ins berühmte Outlet-Center. Natürlich blieb es nicht beim Schaufensterbummel. Babsi wurde erneut fündig und konnte einem weiteren Paar Cowboy-Boots sowie einem passenden Cowboyhut nicht widerstehen. So langsam ist die Texas-Garderobe komplett.
Eigentlich wollten wir anschließend noch einen besonderen Laden in der Innenstadt besuchen, doch leider hatte dieser geschlossen. Also änderten wir spontan unsere Pläne und fuhren weiter nach Austin.
Dort überraschte uns Gert mit der Nachricht, dass er noch einmal zurück nach Zephyr fahren müsse, weil er etwas Wichtiges vergessen hatte. Bevor sich unsere Wege für den Abend trennten, gingen wir aber noch gemeinsam im Stiles Switch BBQ essen. Das Barbecue war ein gelungener Abschluss unseres gemeinsamen Tages.
Anschließend fuhren wir noch zum Capitol und schauten uns das beeindruckende Gebäude von außen an. Danach verabschiedete sich Gert und machte sich auf den Rückweg nach Zephyr.
Für uns drei Mädels begann damit der Abend in Austin. Wir schlenderten durch Downtown, ließen die besondere Atmosphäre der Stadt auf uns wirken und kehrten schließlich noch in einer Bar ein, wo wir gemütlich etwas tranken. Mit einem Uber ging es später zurück zum Hotel.
Dort wartete sogar noch eine kleine Überraschung auf uns: Wir bekamen einen Tequila ausgegeben und ließen den Abend mit vielen Gesprächen, noch mehr Gelächter und jeder Menge guter Laune ausklingen.
Jetzt freuen wir uns schon auf den nächsten Tag – denn dann geht es nach Fort Worth zu den berühmten Stockyards. Das nächste Texas-Abenteuer wartet schon auf uns.
49 Fotos
28°–40° 319 km gefahren
Tag 6
Stockyards
Tag 5 – Cowboys, Longhorns und echtes Rodeo-Feeling
Der Tag begann heute etwas hektischer als die vorherigen. Um 8 Uhr klingelte der Wecker und wir mussten uns beeilen, denn das Frühstück im Hotel gab es nur bis 9 Uhr. Gerade noch rechtzeitig schafften wir es und stärkten uns für den bevorstehenden Tag.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Waco und besuchten den berühmten Magnolia Market. Das Gelände war wunderschön angelegt und mit seinen liebevoll dekorierten Geschäften, den gepflegten Gärten und der entspannten Atmosphäre ein toller Zwischenstopp. Auch wenn viele Besucher unterwegs waren, lohnte sich der Besuch auf jeden Fall.
Anschließend ging es weiter nach Fort Worth – genauer gesagt zu den legendären Stockyards. Schon beim Ankommen fühlte man sich ein wenig wie in den Wilden Westen zurückversetzt. Natürlich ließen wir uns die berühmten Texas Longhorns nicht entgehen und konnten den imposanten Tieren ganz nah kommen. Es war beeindruckend, sie einmal aus nächster Nähe zu sehen.
Zwischendurch stärkten wir uns mit richtig gutem Texas-Barbecue, das wieder einmal gezeigt hat, warum BBQ hier einen so guten Ruf genießt. Natürlich durfte auch ein ausgiebiger Bummel durch die vielen Westernläden nicht fehlen. Wie so oft auf dieser Reise blieb es nicht nur beim Schauen – ein paar schöne Souvenirs und Erinnerungsstücke mussten einfach mit.
Der Höhepunkt des Tages wartete jedoch am Abend: das Rodeo. Zum ersten Mal erlebten wir eine echte Rodeo-Veranstaltung und waren von der Atmosphäre sofort begeistert. Auf dem Programm standen unter anderem Barrel Racing, Team Roping, verschiedene Rodeo-Disziplinen und natürlich das spektakuläre Bull Riding. Die Stimmung in der Arena war großartig und es war faszinierend zu sehen, mit welchem Können und Mut die Cowboys und Cowgirls an den Wettkämpfen teilnahmen. Für uns war das definitiv eines der Highlights der bisherigen Reise.
Leider endete der Tag mit einem kleinen Wermutstropfen. Irgendwo im Trubel der Stockyards ließen wir unsere Tüte mit den gekauften Souvenirs und einigen Karten liegen. Als wir den Verlust bemerkten, war sie leider nicht mehr auffindbar. Das war natürlich sehr ärgerlich und schade.
Trotzdem überwiegen die schönen Erinnerungen deutlich. Die Stockyards waren für uns ein echtes Texas-Erlebnis mit allem, was dazugehört – Longhorns, Barbecue, Westernläden und einem beeindruckenden Rodeo. Genau so hatten wir uns Texas vorgestellt. 🤠
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28°–36° 72 km gefahren
Tag 7
Texas- South Dakota
Tag 6 – Abschied von Texas und Ankunft in South Dakota
Heute hieß es Abschied nehmen von Texas. Den Morgen ließen wir ganz entspannt angehen und starteten mit einem gemütlichen Frühstück in den Tag. Bevor es zum Flughafen ging, wollten wir aber unbedingt noch einmal zu den Stockyards.
Dort wartete tatsächlich eine richtig schöne Überraschung auf uns: Die Tüte mit unseren Souvenirs, die wir am Vorabend verloren hatten, war tatsächlich wieder aufgetaucht. Wir konnten sie unversehrt wieder in Empfang nehmen und waren natürlich überglücklich. Mit so einem glücklichen Ausgang hatten wir ehrlich gesagt nicht mehr gerechnet.
Wenn wir schon einmal dort waren, durfte natürlich auch ein letzter Einkaufsbummel nicht fehlen. Babsi entdeckte noch eine schöne Jeansjacke, die ebenfalls mit nach Hause musste. Anschließend machten wir noch einen Abstecher zu Adwoods, wo wir alle noch einmal fündig wurden und die letzten Mitbringsel einkauften.
Danach wurde es allerdings Zeit, sich auf den Weg zum Flughafen zu machen. Auch diesmal verlief alles völlig unkompliziert. Vom Check-in über die Sicherheitskontrolle bis zum Gate klappte alles reibungslos.
Der Flug nach Rapid City war etwas turbulenter als die vorherigen. Die kleinere Maschine war deutlich anfälliger für Luftbewegungen, sodass es zwischendurch ein wenig wackelig wurde. Zum Glück verlief der Flug trotzdem ohne weitere Zwischenfälle.
In Rapid City angekommen, nahmen wir ein Uber zu unserem Hotel und bezogen erst einmal unsere Zimmer. Am Abend machten wir uns noch zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt und kehrten im Firehouse Brewing Co. zum Abendessen ein. Das Essen war hervorragend und ein gelungener Abschluss des Reisetages.
Rapid City selbst machte auf uns sofort einen sympathischen Eindruck. Die Stadt ist überschaubar, gemütlich und hat ihren ganz eigenen Charme. Besonders auffällig ist der starke Einfluss der Kultur der Native Americans, die das Stadtbild und die Geschichte der Region bis heute prägen. Gleichzeitig überraschte uns ein eher unerwartetes Detail: In der Stadt stehen tatsächlich mehrere originale Segmente der Berliner Mauer – ein ungewöhnlicher Anblick mitten in South Dakota und ein spannender Kontrast zur Geschichte des amerikanischen Westens.
Mit vielen neuen Eindrücken ließen wir den Abend ausklingen und freuen uns schon darauf, die nächsten Tage.
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24°–32° 146 km gefahren
Tag 8
Von Rapid City nach Wyoming
Tag 7 – Ankommen auf der Ranch
Heute haben wir Rapid City verlassen und wurden von unseren Gastgebern abgeholt. Von dort ging es weiter zur Ranch. Schon die Fahrt dorthin war beeindruckend. Die Landschaft ist einfach wunderschön – weit, ruhig und ganz anders als alles, was wir von zu Hause kennen. Man merkt sofort, dass hier das Leben in einem ganz anderen Rhythmus verläuft.
Auf der Ranch angekommen, wurden wir herzlich empfangen und hatten direkt das Gefühl, willkommen zu sein. Am Abend saßen wir gemeinsam mit der Familie und den Cowboys beim Essen zusammen. Es war spannend, alle kennenzulernen und die ersten Geschichten über das Leben auf der Ranch zu hören.
Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht, denn direkt nach dem Essen wurden wir schon wieder abgeholt, um bei einer kleinen Aufgabe mitzufahren. Was genau uns in den nächsten Tagen erwartet, wissen wir noch gar nicht so genau – aber genau das macht den Reiz aus.
Wir sind gespannt auf die kommende Woche und freuen uns darauf, den Ranch-Alltag hautnah mitzuerleben. Eines ist jetzt schon klar: Das wird eine ganz besondere Erfahrung.
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9°–24° 74 km gefahren
Tag 9
Der erste Ritt
Tag 8 – Unser erster Tag als Cowboys
Heute stand endlich das auf dem Programm, worauf wir uns schon seit unserer Ankunft gefreut hatten: unser erster Ausritt. Doch bevor wir überhaupt an Reiten denken konnten, wartete erst einmal echte Rancharbeit auf uns.
Die Pferde waren noch draußen auf den Weiden und mussten zunächst gefunden werden. Gleichzeitig waren einige Kühe ausgebüxt und mussten wieder zurückgetrieben werden. Paula und Sandra machten sich gemeinsam mit Sam und Jared auf den Weg – stilecht mit den Quads. Ich durfte mit Beth im Bulli mitfahren und die Suche unterstützen. Nachdem alle Kühe wieder dort waren, wo sie hingehörten, fanden Jared und Sandra schließlich auch die Pferde. Gemeinsam brachten wir sie zurück zum Ranchhaus.
Dort bekam jeder von uns sein Pferd zugeteilt. Meine Begleiter hießen Hank, Lucky und Levi. Nachdem wir die Pferde geputzt, gesattelt und fertig gemacht hatten, stärkten wir uns erst einmal bei einem gemeinsamen Lunch.
Dann war es endlich so weit: Wir saßen im Sattel und ritten durch die beeindruckende Landschaft der Ranch. Über sanfte Hügel, bergauf und bergab, durch endlose Weiten – die Pferde trugen uns sicher und zuverlässig durch das Gelände. Die Aussicht war einfach atemberaubend. Überall nur Natur, Weite und eine Ruhe, wie wir sie kaum kennen. Nach gut zwei Stunden kehrten wir mit vielen neuen Eindrücken wieder zum Hof zurück.
Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht. Nach einer kurzen Pause von etwa einer halben Stunde ging es gemeinsam mit Sam wieder los. Diesmal verteilten wir Salz für die Rinder auf den weitläufigen Weiden. Dabei zeigte er uns einen Teil des Landes, das zur Ranch gehört. Die Dimensionen sind kaum zu beschreiben – das Land scheint sich bis zum Horizont zu erstrecken. Erst dort bekommt man ein Gefühl dafür, wie riesig eine Ranch in den USA tatsächlich sein kann.
Um 18 Uhr trafen sich schließlich wieder alle zum gemeinsamen Dinner. Nach diesem ersten richtigen Tag auf der Ranch waren wir zwar müde, aber vor allem begeistert. Genau für solche Erlebnisse sind wir nach South Dakota gekommen.
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7°–21° 18 km gefahren
Tag 10
Der cattle drive
Tag 9 – Ein echter Cowboy-Traum
Heute Morgen ging es nach dem Frühstück direkt zu den Pferden. Sie wurden geschniegelt, gesattelt und für den Tag vorbereitet. Anschließend verluden wir sie auf den Trailer und machten uns auf den Weg zu einer Herde, die auf eine andere Weide getrieben werden sollte.
Was uns dort erwartete, war beeindruckend: Mehr als 400 Rinder standen vor uns. Gemeinsam mit den Cowboys trieben wir die Herde durch die weite Landschaft. Für uns war das ein absoluter Traum. Die Tiere durch die Prärie zu treiben, auf dem Pferd zu sitzen und dabei Teil des Ranch-Alltags zu sein, war genau das, was wir uns von dieser Reise erhofft hatten – vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.
Zur Mittagszeit gab es ganz typisch amerikanische Sandwiches, die wir mitten auf der Ranch genossen, bevor es am Nachmittag direkt weiterging.
Diesmal tauschten wir die Pferde gegen Quads und machten uns auf den Weg, um die Wasserstellen der Rinder zu kontrollieren. Auch das war spannender, als wir es uns vorgestellt hatten. Die Wege führten quer durch die beeindruckende Landschaft, über Hügel und durch unwegsames Gelände. Dabei bekamen wir noch einmal einen Eindruck davon, wie riesig das Gebiet ist, das zur Ranch gehört.
Es ist kaum zu glauben, dass wir erst den zweiten Tag auf der Farm verbringen. Schon jetzt haben wir so viele unvergessliche Erlebnisse gesammelt und fühlen uns unglaublich glücklich und dankbar, hier sein zu dürfen. Die Gastfreundschaft der Familie und der Cowboys ist einfach außergewöhnlich.
Jetzt freuen wir uns auf das gemeinsame Abendessen. Wie jeden Abend gibt es reichlich typisch amerikanisches Essen – und zu unserer Freude sogar Salat. Nach so vielen Burgern, Barbecue und Sandwiches ist das inzwischen fast schon ein kleines Highlight. 😊
12 Fotos
10°–27° 33 km gefahren
Tag 11
Zäune und Woods
Tag 10 – Unterwegs entlang der Zäune
Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir heute in einen etwas anderen Ranch-Tag. Unsere Aufgabe war es, den Zaun einer der weit entfernten Weiden zu kontrollieren und nach möglichen Schäden zu suchen.
Dafür ging es quer durch das Gelände – über Hügel, durch dichtes Gestrüpp und immer wieder hinein in kleine Waldstücke und wieder hinaus. Ganz nach dem Motto: “Into the woods and out again.” Die Strecke war teilweise ziemlich anspruchsvoll, aber genau das machte den Reiz aus. Nach rund drei Stunden waren wir wieder zurück und hatten einen weiteren spannenden Einblick in die tägliche Arbeit auf einer Ranch bekommen. Denn hier gehört nicht nur das Arbeiten mit den Tieren dazu, sondern auch die Pflege und Kontrolle der riesigen Weideflächen.
Der Nachmittag verlief dann deutlich ruhiger. Nach den ereignisreichen Tagen tat es gut, einfach einmal etwas durchzuatmen und die entspannte Atmosphäre auf der Ranch zu genießen.
Paula konnte am Nachmittag noch ihren Ausritt nachholen. Da es ihr am Morgen nicht besonders gut gegangen war, hatte sie die Zaunkontrolle ausgelassen. Umso schöner war es, dass sie später doch noch die Gelegenheit bekam, Zeit mit den Pferden zu verbringen.
Jetzt freuen wir uns erst einmal auf das gemeinsame Abendessen. Mal sehen, was der Abend noch für uns bereithält. Egal, ob noch etwas Spannendes passiert oder wir den Tag einfach gemütlich ausklingen lassen – wir genießen jede Minute hier auf der Ranch und können kaum glauben, wie schnell die Zeit vergeht.
11 Fotos
13°–32° 123 km gefahren
Tag 12
Belle Fourche und Reiten
Tag 11 – Ein perfekter Tag auf der Ranch
Heute starteten wir den Tag etwas entspannter und machten uns am Vormittag auf den Weg nach Belle Fourche. Dort nutzten wir die Gelegenheit, noch ein wenig durch die Geschäfte zu bummeln und – wie sollte es auf dieser Reise auch anders sein – ein bisschen zu shoppen. Ein paar Erinnerungen an diese besondere Zeit kann man schließlich nie genug haben.
Am Nachmittag wartete dann aber das eigentliche Highlight des Tages auf uns: ein Ausritt, den wir wohl so schnell nicht vergessen werden.
Über zweieinhalb Stunden waren wir mit den Pferden unterwegs und ritten durch diese unglaublich schöne und weite Landschaft. Über Hügel, durch die Prärie und immer wieder mit Ausblicken, bei denen man am liebsten einfach stehen geblieben wäre. Diese Weite, die Ruhe und das Gefühl, mitten in dieser Landschaft auf dem Pferd unterwegs zu sein, lassen sich eigentlich kaum in Worte fassen. Es war einfach wundervoll und sicherlich einer der schönsten Ausritte, die wir bisher erleben durften.
Nach so einem Nachmittag konnte der Tag eigentlich kaum noch besser werden – aber ein richtig gutes Abendessen geht natürlich immer. Am Abend gab es leckere Steaks und wir saßen noch einmal gemütlich zusammen.
Ein Tag ohne großes Programm und trotzdem einer, der ganz besonders in Erinnerung bleiben wird. Manchmal braucht es eben gar nicht viel: Pferde, diese unglaubliche Landschaft, gutes Essen und das Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein. ❤️
29 Fotos
13°–28° 236 km gefahren
Tag 13
Kühe und Rodeo
Tag 12 – Rancharbeit und ein echtes Ranch Rodeo
Unser Tag begann heute mit einem ganz besonderen „Reste-Frühstück“. Alles, was von der Woche noch übrig war, kam irgendwie auf den Tisch – inklusive Spiegeleiern im Rührei und sogar Steak. Eine interessante Mischung, aber mittlerweile wissen wir: Auf einer Ranch ist zum Frühstück offenbar fast alles erlaubt. 😄
Danach ging es direkt zu den Pferden, denn heute wartete wieder echte Rancharbeit auf uns. Wir mussten die Kühe zusammen mit ihren Kälbern von der Weide zurück zur Ranch treiben. Einige Tiere lahmten und andere hatten Infektionen an den Augen und mussten deshalb untersucht und behandelt werden.
Auf der Ranch wurden die betroffenen Tiere versorgt. Die kranken Kühe und Kälber blieben dort, damit man sie weiter beobachten und behandeln konnte. Für alle anderen hieß es anschließend wieder: zurück auf die Weide. Also stiegen auch wir wieder auf die Pferde und brachten die Herde hinaus.
Es ist immer wieder faszinierend, bei dieser Arbeit dabei sein zu dürfen. Was für die Cowboys hier zum ganz normalen Alltag gehört, ist für uns jedes Mal ein besonderes Erlebnis.
Am Nachmittag stand dann noch einmal etwas ganz anderes auf dem Programm: ein Ranch Rodeo. Allein die Anreise war schon bemerkenswert – zwei Stunden hin und später natürlich auch wieder zwei Stunden zurück. Vier Stunden Fahrt für ein Rodeo! Da bekommt man noch einmal ein ganz anderes Gefühl dafür, welche Entfernungen hier völlig normal sind.
Bevor die Erwachsenen antraten, gehörte die Arena allerdings erst einmal den Kleinsten. Beim Kinder-Rodeo waren die Nachwuchs-Cowboys und -Cowgirls auf ihren Ponys unterwegs. Das Ganze war unglaublich niedlich und vor allem sehr amüsant anzusehen.
Danach wurde es ernst. Beim Ranch Rodeo traten Teams aus jeweils vier Cowboys gegeneinander an und mussten Aufgaben bewältigen, die aus der täglichen Arbeit auf einer Ranch stammen. Unter anderem mussten sie ein Rind einfangen, zu Boden bringen und so tun, als würde es gebrandet. Bei einer anderen Aufgabe mussten aus einer ganzen Herde drei bestimmte Rinder herausgesucht und in einer vorgegebenen Reihenfolge aussortiert werden.
Das war etwas völlig anderes als das große Show-Rodeo, das wir in Fort Worth gesehen hatten. Hier ging es weniger um spektakuläre Einzelvorführungen, sondern vielmehr um Teamarbeit, Geschicklichkeit und all die Fähigkeiten, die Cowboys bei ihrer täglichen Arbeit mit den Rindern brauchen.
Nach dem Rodeo lagen dann noch einmal zwei Stunden Rückfahrt vor uns. Ein ganz schöner Weg – aber für dieses besondere Erlebnis hat er sich definitiv gelohnt.
Wieder geht ein Tag zu Ende, an dem wir Dinge erleben durften, die mit unserem normalen Alltag zu Hause wirklich überhaupt nichts zu tun haben. Und genau das macht diese Woche auf der Ranch so besonders. ❤️
17 Fotos
18°–36° 549 km gefahren
Tag 14
Abschied
Tag 13 – Abschied von der Ranch und die Black Hills
Heute war unser Abreisetag. Und obwohl unsere Reise noch nicht ganz vorbei ist, fiel uns dieser Abschied unglaublich schwer. Wir sind unfassbar traurig, dieses wunderschöne Fleckchen Erde und all die Menschen, die uns in den vergangenen Tagen so herzlich aufgenommen haben, wieder verlassen zu müssen. Diese Woche auf der Ranch war etwas ganz Besonderes und wird uns sicherlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben.
Schon um 7 Uhr kam Sam, um uns nach Rapid City zu bringen. Dort wartete allerdings eine schöne Überraschung auf uns: Sam hatte heute frei und beschlossen, den Tag noch gemeinsam mit uns zu verbringen. Darüber haben wir uns riesig gefreut – so mussten wir zumindest noch nicht sofort richtig Abschied nehmen.
Paula blieb bei Sam im Truck, während Sandra und ich mit unserem Mietwagen hinterherfuhren. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Mount Rushmore.
Dort angekommen war erst einmal ordentlich Trubel. Natürlich kennt man die berühmten vier Präsidentenköpfe aus unzähligen Bildern und Filmen, und irgendwie hatte ich sie mir viel größer und gigantischer vorgestellt. In Wirklichkeit wirkten sie auf mich etwas kleiner als erwartet. Trotzdem war es beeindruckend, dieses weltberühmte Monument einmal mit eigenen Augen zu sehen – und natürlich gehört Mount Rushmore bei einem Besuch in den Black Hills einfach dazu.
Eigentlich wollten wir anschließend noch zum Crazy Horse Memorial fahren. Da dort jedoch noch einmal Eintritt fällig gewesen wäre, entschieden wir uns schließlich dagegen und machten uns wieder auf den Weg zurück nach Rapid City.
Und eigentlich braucht es hier auch gar kein weiteres großes Denkmal. Allein die Fahrt durch die Black Hills ist ein Erlebnis für sich. Diese Landschaft ist einfach unfassbar schön. Dichte Wälder, Berge, endlose Straßen und immer wieder neue Ausblicke – es fällt schwer, dafür überhaupt die richtigen Worte zu finden.
Nach all den Tagen auf der Ranch fühlt sich die Fahrt durch diese Landschaft heute noch einmal ganz anders an. Vielleicht auch deshalb, weil wir wissen, dass wir sie bald hinter uns lassen müssen.
Wir nehmen so viele Erinnerungen mit: an die Pferde und die Rinder, die Cowboys, die endlose Weite, die gemeinsamen Essen, die Ausritte und vor allem an die Menschen, die uns für eine Woche an ihrem Leben teilhaben ließen.
Der Abschied fällt schwer. Sehr schwer sogar. Aber vielleicht ist genau das das schönste Zeichen dafür, wie besonders diese Woche für uns gewesen ist. ❤️
Wenn heute noch etwas passiert, hängen wir es einfach wieder dran – Tag 13 fühlt sich ja noch nicht ganz beendet an. 😊
16 Fotos
26°–37° 4,8 km gefahren
Tag 15
19°–29° 15 km gefahren
Tag 16
14°–25° 16 km gefahren